KM V
30. March 2026
Ich rate von der Firma Tscherner dringend ab. Durch völlig inkompentente Ausführung und nachfolgende sture Verweigerung jeglicher substanzieller Mängelbehebung können wir unser Badezimmer seit drei Jahren nicht benutzen, während wir in einem Rechtsstreit mit zwischenzeitlich erheblichem Prozesskostenrisiko im mittleren vierstelligen Bereich stecken. Das wünscht man wirklich niemandem. Zunächst wurde der Kostenvoranschlag überraschend um 35 % überschritten, nachdem mir während der Arbeiten bei Nachfrage bezüglich der auffällig geringen Arbeitsgeschwindigkeit des Mitarbeiters versichert wurde, dass man im Plan läge. Ähnliche Erfahrungen mit der Firma Tscherner sind mir noch in mindestens einem weiteren Fall bekannt, bei dem das Team dann ausgetauscht wurde. Eine Bodenfuge musste aufgeflext werden, weil die Fliesen komplett ohne Dehnungsfuge auf Heizestrich verlegt wurden. Im Folgenden wurde auf Grund verschiedener Indizien deutlich, dass nicht nur viel zu wenig Material zur Bodenabdichtung verwendet wurde, sondern auch entgegen der Angaben auf dem Stundenzettel nur einer der zwei vorgeschrieben Arbeitsgänge stattgefunden hat. Bezüglich der Menge wurde nachträglich ein Schreibfehler und eine tatsächlich höhere Menge behauptet, die Anzahl der Arbeitsgänge wurde nicht kommentiert und stattdessen verlangt, ein Abnahmeformular für die Arbeiten zu unterschreiben(!!!). Die Kreishandwerkerschaft hat ein Parteigutachten erstellen lassen, dessen Einsicht uns anschließend verweigert wurde. Im nachfolgenden Prozess wurde bekannt, dass bereits hier beachtliche Mängel festgestellt wurden. In der folgenden Gerichtsverhandlung konnte der Firmeninhaber Herr Tscherner nichts zur Arbeit seiner Mitarbeiter sagen, während wir uns von seinem Anwalt unverschämte Bemerkungen zu unserer "Zahlungsmoral" gefallen lassen mussten. Nach über zwei Jahren Rechtsstreit haben wir nun auch vom gerichtlich bestellten Gutachter schwarz auf weiß, dass der Boden mangelhaft ist und komplett entfernt und neu abgedichtet werden muss. Weiterhin müssen alle Dehnungsfugen entfernt und neu gemacht werden, weil sie nicht nur teilweise farblich unpassend sind und wie mit dem großen Zeh gezogen aussehen (s. Foto), sondern auch noch Dreiflankenhaftung aufweisen. Beim Ortstermin hat der Junior dem Gutachter noch eifrig zugestimmt, dass sie sich schnellstens mit mir auf eine Mängelbehebung einigen sollten, nur um mich dann 10 min später kommentarlos an der Straße stehen zu lassen und sich nie wieder zu melden. An den Wänden ist das Fugenbild erheblich unregelmäßig (s. Foto), aber noch innerhalb der offensichtlich sehr großzügigen Norm, sodass man damit leben muss, wenn man nicht vorher darauf geachtet hat, niemanden zu beauftragen, der solche Arbeit abliefert. U. a. auf Grund der mutmaßlichen Falschbehauptungen bezüglich der Bodenabdichtung habe ich Strafanzeige gegen den Firmeninhaber sowie die beiden Büromitarbeiter erstattet, mit denen ich Kontakt hatte. Insgesamt eine durch und durch unsympathische Firma, die die anerkannten Regeln des Faches eklatant verletzt und anschließend keinerlei konstruktive Fehlerkultur zeigt, sondern lieber ihre Kunden mit Klagen einzuschüchtern versucht, auch wenn sie sie absehbar krachend verlieren werden. Ich wünsche der Firma Tscherner, dass sie im Falle einer Verfolgung meiner Strafanzeige wieder von ihrem Rechtsanwalt Prof. Dr. Koch vertreten werden. Selbstverständlich können alle Aussagen in dieser Bewertung bei Bedarf mit Dokumenten und Fotos belegt werden. Update 1: Wie erwartet hat die Firma Tscherner den Prozess krachend verloren. Beim Versuch, jemanden mit der Bodensanierung zu beauftragen, haben sich weitere eklatante Mängel im Wandbereich ergeben, mit denen andere Firmen nicht bereit sind weiterzuarbeiten. Ich gehe davon aus, dass die Firma Tscherner sich auch diesen Umstand wieder auf erhebliche eigene Kosten vor Gericht erklären lassen will, so dass wir jetzt die Widerklage vorbereiten. Langsam freue ich mich ein bisschend darauf :) Auch der Wideraufnahme des Strafverfahrens steht nun nichts mehr im Wege.